Anspruchsvoller Großgraben-Kanalbau

Auf der Baustelle B464 Sindelfingen-Renningen (Los 13; Bauabschnitt 03) war das Rädlinger Bauunternehmen unter anderem mit dem Bau eines Stauraumkanals betraut. Ein besonders anspruchsvolles Projekt, das reichlich Überlegungen, Vorplanung und Disposition bedurfte. Bei dem hergestellten Stauraumkanal handelt es sich um eine Rohrleitung DN 2400 aus Stahlbeton mit einer Länge von ca. 86 m. An den Rohrenden sind Fertigteilschächte als Einlauf- bzw. Auslaufbauwerke angeordnet. Parallel zur Rohrleitung wurde ein Kunststoffrohr DN 400 als Entlastungsleitung verlegt. Im Auslaufbauwerk wird das Straßenwasser gedrosselt, mittels Wirbel-Abflussbegrenzer kontrolliert und dem weiteren Streckenkanal zugeführt.

Herausforderungen beim Aushub der Braugrube bzw. des Leitungsgrabens bedeuteten die stark wechselnden Bodenklassen von zwei bis sieben sowie die Leitungsgrabentiefe von 4 bis 8 m unter Erdplanum und die Breite von 7 m. Aus diesen Gründen konnten auch keine konventionellen Boxen für den Gleitschienenverbau zur Leitungsgrabensicherung verwendet werden.

Als erste Maßnahme zur Realisierung des anspruchsvollen Projekts, entschied man sich für eine Liebherr 984 Bagger ausgestattet mit einem Rädlinger Felslöffel. Damit stellte selbst schwer lösbarer Fels beim abschnittsweisen Aushub der Baugrube bzw. des Leitungsgrabens kein Problem dar.

Da der Gleitschienenverbau nicht auf konventionelle Art durch Eindrücken der Stahlträger und Verbauplatten ins Erdreich platziert werden konnte, musste der Verbau zweitens außerhalb der Baugrube mittels zwei Baggern aufgebaut werden. Dafür wurden werkseitig bereits eingeschweißte Stahlplatten an den Trägern des Gleitschienenverbaus angebracht. Das Einheben des Gleitschienenverbaus (Eigengewicht ca. 16 t) erfolgte mit dem am Liebherr 984 angebrachten Lasthaken. Dabei handelt es sich um eine Sonderkonstruktion des Rädlinger Maschinenbaus mit 20 t Lastaufnahme. Zusammen mit einem speziellen Kettengehänge diente er auch dazu die Stahlbetonrohre (Eigengewicht ca. 13 t) einzuheben, die dann mit einem Rohrziehgerät verlegt wurden.

Zuvor jedoch wurden das  Planum im Leitungsgraben und die Rohrbettungszone aus Beton mittels GPS-Maschinensteuerung an einem Langstielbagger hergestellt. Dieser wurde außerdem zur weiteren Verfüllung der Rohrleitungszone und des Grabens verwendet.


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