B85 bei Regen wächst um eine Spur

Die Hügellandschaft im Arberland – wie sich der Landkreis Regen gerne nennt – gibt zu allen Jahreszeiten ein malerisches Bild ab. An der Marcher Höhe auf der B85 bei Regen konnte dieses Bild zumindest während den Wintermonaten aber täuschen: Schneefall und Kälte führten häufig zu schlechten Straßenverhältnissen und bremsten gerade bergauf den Verkehr oder brachten ihn sogar zum Erliegen. Die vielen, für die Region typischen Anstiege stellen Lkws das ganze Jahr vor große Herausforderungen. Voll beladen kämpfen sie sich auch bei gutem Wetter teilweise mit gerade einmal 40 km/h die steilen Hänge hinauf.

Mit dem Ausbau der B85 um eine zusätzliche, bergwärts verlaufende Spur schlägt das Staatliche Bauamt Passau zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen steigt die Kapazität der vielbefahrenen Straße, zum anderen verbessert sich die Verkehrssicherheit nachhaltig. Besonders Letzteres ist für den vormals unfallträchtigen Streckenabschnitt von enormer Bedeutung. Egal ob Lastwagen nur mit niedriger Geschwindigkeit vorwärts kommen oder sogar liegen bleiben: Für die restlichen Verkehrsteilnehmer bietet sich zukünftig immer eine Möglichkeit, sicher und unbeschadet auf der Anhöhe zu überholen.

Nach dem Baubeginn im September 2013 erstellten die Mitarbeiter des Rädlinger Bauunternehmens auf einer Länge von 1.500 m den dreispurigen Abschnitt und einen parallel verlaufenden, 1.700 m langen Anwandweg. Auf weiteren 2.000 m führten sie eine Oberbauverstärkung durch, bauten fast 5 km Entwässerungsleitungen mit ca. 120 Schächten und unterquerten die B85 in bis zu 6,5 m Tiefe. Beim gesteuerten Fräsgang des Fahrbahnbelags, der zur Gradienten- und Querneigungsanpassung der B85 nötig war, erhielt Rädlinger Unterstützung durch Subunternehmer.

Für die notwendige Verkehrsumleitung wählte das Bauamt Passau eine halbseitige Sperrung der Bundesstraße: Während der Verkehr in Richtung Regen weiter über die B85 floss, musste der Verkehr in die entgegengesetzte Richtung über die Gemeindeverbindungsstraße bei Obermitterdorf ausweichen. Die nur knapp 3 m breite Verbindungsstraße begradigte das Bauunternehmen an manchen Stellen und asphaltierte sie neu, damit Lkws sie besser befahren konnten. Diese Lösung, die eine weiträumige Umleitung über Langdorf und Bodenmais verhindern sollte, stellte zugleich die größte Herausforderung an dem Projekt dar. Das Team fand allerdings immer Wege, effizient mit der ständigen Durchleitung des Verkehrs durch die Baustelle umzugehen. Seit dem 12. September 2014, pünktlich zum Start ins neue Schuljahr, ist der 3,5 km lange Streckenabschnitt zwischen Arnetsried und dem Gewerbegebiet Metten 2 wieder vollständig freigegeben.


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