Deckenerneuerung B20 – Ein richtig heißes Rennen

Die ambitionierte Baumaßnahme zwischen Traitsching und Rissmannsdorf war ein Kampf mit der Hitze und gegen die Zeit – und trotzdem ein außerordentlicher Erfolg.

Als Durchführungszeitraum für die Sanierung des 7,4 Kilometer langen Abschnitts gab das Staatliche Bauamt Regensburg die bayerischen Sommerferien 2018 vor. Aufgrund der kurzen Bauzeit bewarben sich die Strabag AG und die Rädlinger Asphaltbau GmbH als Arbeitsgemeinschaft (ARGE) um das 4,2-Millionen-Projekt. Rädlinger übernahm den 3,7 Kilometer langen Abschnitt von Sattelpeilnstein bis Traitsching mit vielen Zufahrten und Begleitwegen.

Eine optimale Konstellation

Die Zusammenarbeit als ARGE war ausschlaggebend für das gute Gelingen der Maßnahme. Beide Unternehmen verfügen über eigene bzw. zugehörige Asphaltmischwerke im Umfeld der Baustelle und den entsprechenden Maschinen- bzw. Fuhrpark. Das Rädlinger Mischwerk im Steinbruch Blauberg belieferte die Baumaßnahme mit bis zu 2.400 Tonnen Asphalt am Tag. Nach entsprechender Vorrüstung des Asphaltfertigers konnte die 7,5 Meter breite Asphaltdecke auf der Hauptstrecke in einem Zug hergestellt werden.

"Auf der Baustelle läuft alles wie am Schnürchen, alle arbeiten Hand in Hand", sagte Dr. Richard Bosl vom Staatlichen Bauamt Regensburg kurz vor der Fertigstellung. Das ist nicht zuletzt auf den Einsatz des Baustellenteams zurückzuführen – trotz Urlaubszeit und Hitze. Denn das sonnige und heiße Wetter, beinahe über die komplette Bauzeit, war Segen und Fluch zugleich. Anhaltende Temperaturen über 35 Grad setzten nicht nur den Mitarbeitern, sondern zum Teil auch der Asphaltmischanlage zu. Dennoch sorgten die ausbleibenden Niederschläge für ein schnelles Vorankommen und bescherten dem Team um Maria Himmelfahrt doch noch einen kurzen, zweitägigen Sommerurlaub.

Zeitgemäße Modernisierung

Ursache für die Deckenerneuerung ist die hohe Verkehrsbelastung der wichtigen Tangente zwischen Südbayern und Tschechien. Insbesondere durch den Schwerverkehr entstanden viele notdürftig geflickte Schadstellen. Die Asphaltdecke wurde deshalb zunächst um etwa zehn Zentimeter abgefräst und dann der gesamte Asphaltoberbau auf 30 Zentimeter verstärkt. Die Vorarbeiten dafür begannen bereits vor der Vollsperrung Ende Juli 2018: Während Strabag Bordsteine und Busbuchten erhöhte, begann Rädlinger mit dem ersten Bauabschnitt von der Linksabbiegespur Sattelpeilnstein in Richtung Traitsching. Dieser musste rechtzeitig fertig sein, um später die zehnminütige Hilfsfrist der Rettungsdienste im Landkreis sicherzustellen.

Trotz der weiträumigen Umfahrung missachteten viele Fahrzeuge die Umleitungsstrecken. Zum Teil verirrten sich Fahrzeuge bis in den frisch asphaltierten Fahrbereich der Walzen und hinterließen dort ihre Spuren. Dennoch konnte Anfang September die Sperrung der B20 eine Woche vor dem geplanten Fertigstellungstermin aufgehoben werden.

© Bild oben links: Chamer Zeitung


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