Halbstarre Deckschichten – Beläge für höchste Ansprüche

Hochbelastete Verkehrsflächen wie Bushaltestellen, Autobahnparkplätze, Kreuzungsbereiche, Flughäfen, Umschlagplätze, Lagerhallen oder Industrieflächen sind in besonderem Maße der Abnutzung und Verformung ausgesetzt. Speziell für solche Einsatzbereiche eignen sich Halbstarre Deckschichten. Die Zweikomponentenbeläge bestehen aus einem hohlraumreichen Asphalttraggerüst und einem dünnflüssigen Verfüllmörtel. Sie kombinieren im Verbund die Flexibilität des Asphalts mit der Tragfähigkeit und Verschließfestigkeit von Beton. Eine hohe Belastungsfähigkeit und lange Haltbarkeitsdauer sind damit gewährleistet.

Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften entschied sich die Otto Bössl KG beim Neubau einer Lagerhalle für Paletten und der angrenzenden Industrieflächen für den Einbau der Halbstarren Deckschicht und beauftragte die Rädlinger Asphaltbau GmbH mit der Ausführung. Die zu erstellenden Flächen sollten hohe Punkt- und Radlasten ebenso vertragen wie das ständige Befahren mit Gabelstaplern.

Nach der Erstellung einer Unterlage konnte im ersten Schritt mithilfe eines herkömmlichen Straßenfertigers das Asphalttraggerüst in einer Schichtdicke von 5 cm aufgetragen werden. Das dafür verwendete Asphalt-Mischgut musste vor dem Einbau zunächst einer Erstprüfung unterzogen werden. Das bitumengebundene Traggerüst enthält ein Mischgut aus groben Gesteinskörnungen, Füller sowie weiteren Zusätzen und ist zu 25 - 30 % mit Hohlräumen versetzt.

Anders als bei bisherigen Aufträgen, bei denen das Asphalttraggerüst von Subunternehmern erstellt wurde, führte das Team des Rädlinger Asphaltbaus diesen Schritt erstmalig selber durch. Während der Arbeiten musste das Traggerüst unbedingt vor dem Eindringen von Flüssigkeiten oder Niederschlag geschützt werden, um Wassereinschlüsse zu vermeiden. Außerdem wurde besonders auf einen gleichmäßigen Einbau geachtet, da diese Einbauweise nachträgliche Korrekturen nicht zulässt.

Im zweiten Arbeitsgang wurden die Hohlräume des Asphalttraggerüstes durch Einschlämmen eines hochfesten Mörtels verfüllt. Dabei wurde der Hochleistungsfließmörtel mit einem Schlauch eingebracht, mit Schiebern verteilt und so eingeschlämmt. Durch ein abschließendes Abziehen ergab sich eine homogene, ebene Fläche. Die Anlieferung des Fließmörtels sowie die Verfüllung erfolgten durch einen Subunternehmer der Rädlinger Asphaltbau GmbH.

Nach einer Aushärtungszeit von drei Tagen entstand so auf 1.500 m² Hallenfläche und 2.000 m² Außenbereich eine belastbare Oberfläche, die sich ausgezeichnet für die geplante Verwendung als Lager und Umschlagplatz eignet und den damit verbundenen Belastungen standhält.


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