Höhenfreie Verkehrsführung: B14 auf Brücke gelegt

Dank präziser Abstimmung läuft die Bundesstraße 14 bei Ottensoos ein halbes Jahr früher als geplant kreuzungsfrei in Richtung Autobahnzubringer.

Sie ist eine viel befahrene Verkehrsader zur Anschlussstelle Lauf/Hersbruck an der A9: Die Bundesstraße 14 bei Ottensoos. Die Autofahrer, vor allem Berufspendler, brauchten zu Stoßzeiten oft viel Geduld, denn zwei Kreuzungen mit Ampeln regelten die Überquerung der B14 aus dem Gewerbegebiet "Bräunleinsberg". Diese unterbrachen den Verkehrsfluss auf der Bundesstraße, was teilweise zu erheblichen Rückstaus führte. Eine kreuzungsfreie Lösung musste her.

Die Idee des Staatlichen Bauamts in Nürnberg: ein höhenfreier Knotenpunkt. Die B14 wird über eine Brücke geführt und gleichzeitig auf drei Spuren erweitert, die restlichen Straßen in alle Richtungen entschärft ein Kreisverkehr unter der Bundesstraße. Die Bauarbeiten für diese Großbaustelle begannen im September 2017. Der Auftrag für den Verkehrswege- und Asphaltbau mit Erdarbeiten ging an die Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH.

Bei ihren Arbeiten auf dem etwa sechs Hektar großen Gebiet bewegte die Rädlinger-Mannschaft rund 20.000 Kubikmeter Oberboden und lieferte die dreifache Menge zur Geländemodellierung. Sie kümmerte sich außerdem um die Entwässerungseinrichtungen, den Frostschutz und die Erstellung der Bankette für die neuen Straßen, fräste den alten Asphalt ab und brachte den neuen auf.

Perfekte Koordination verkürzt die Bauzeit

Da der Verkehr auf der B14 aufrechterhalten werden musste, war eine Totalsperrung nicht möglich. Stattdessen gab es rund zwanzig Einzelverkehrsphasen mit vielen örtlich und zeitlich unterschiedlichen kleineren Baustellen, für die die einzelnen Gewerke synchronisiert und koordiniert werden mussten. Diese umfassten neben dem Leistungsumfang der Straßen- und Tiefbau GmbH auch vier Ingenieurbauwerke. Drei davon, eine Brücke mit drei Feldern und einer Gesamtstützweite von 54 Metern sowie zwei Stützwände von 30 und 120 Metern Länge und bis zu sechs Metern Höhe, realisierte die Josef Rädlinger Ingenieurbau GmbH.

Die örtlich entzerrten Baumaßnahmen machten viele provisorische Verkehrsführungen nötig. Eine weitere Herausforderung für die Selbitzer war die große Anzahl an Einzelachsen wie Anschlüsse, Wege und Auffahrrampen, die in Summe eine Länge von zehn Kilometern ergeben. Außerdem war Rücksicht gegenüber anderen Sparten gefordert, verläuft doch beispielsweise eine Gefälleleitung vom Quellwasserwerk bei Ranna direkt durch das Gelände.

Die Feinabstimmung und Strukturierung der einzelnen Gewerke funktionierte so gut, dass die ursprüngliche veranschlagte Bauzeit bis Juni 2019 um ein halbes Jahr verkürzt werden konnte.

Die Autofahrer freut’s: Der Kreisverkehr bei Ottensoos ist bereits seit Mitte Juli 2018 für den Verkehr freigegeben und die kreuzungsfreie B14 ist seit Mitte Oktober 2018 wieder befahrbar. Bis zum Jahresende  wurden noch Feinheiten und Restarbeiten erledigt.


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