Horizontalspülbohrtechnik: Neuer Düker unter dem Regen bei Walderbach

Die Voraussetzung für eine Wasserversorgung auf höchstem Niveau ist ein qualitativ hochwertiges Leitungsnetz. Mit einem Investitionsplan für Sanierung und Ausbau in Höhe von 1,8 Millionen Euro bereiten die Kreiswerke Cham ihr Wassernetz deshalb für die Anforderungen der Zukunft vor.

Zusammen mit den Vertretern der ausführenden Bauunternehmen fanden sich Anfang Mai Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Josef Höcherl und der Sachgebietsleiter der Kreiswerke, Johann Aschenbrenner, in der Gemeinde Walderbach ein, um sich ein Bild vom Fortschritt der Maßnahmen zu machen.

In diesem Rahmen führte der Bereich Netzbau der Josef Rädlinger Ingenieurbau GmbH die Sanierung eines Dükers unter dem Fluss Regen durch. Die Graugussleitung ist bereits etwas in die Jahre gekommen und kann inzwischen keinen idealen Schutz vor Korrosion mehr bieten. Neben der Leitung aus den 1960er Jahren entstand deshalb nun ein neuer Düker.

Bereits beim ursprünglichen Bau stellte der Felsuntergrund an dieser Stelle eine technische Herausforderung dar. Wie Johann Aschenbrenner von den Kreiswerken zu berichten wusste, dauerte die Unterquerung des Regens damals ein halbes Jahr und erforderte mehrere Sprengungen.

Die Leitungsbau-Experten von Rädlinger haben darauf jedoch eine hochmoderne Antwort: die Horizontalspülbohrtechnik. Geschäftsführer Josef Rädlinger und Rüdiger Altmann sowie Netzbau-Bereichsleiter Andreas Schönberger freuten sich, mit Oberbauleiter Udo Harer und seinem Team, Profis für diesen Bereich gewonnen zu haben und damit Bauherrn möglichst vollumfänglich mit der Technologie zur grabenlosen Herstellung von Leitungen bedienen zu können.

Für den 140 Meter langen Düker, der mit fünf Meter Abstand parallel zum alten und sechs Meter unter dem Flussbett verläuft, arbeiteten die Fachleute von Rädlinger Netzbau und den Kreiswerken bereits im Vorfeld bei der Berechnung der Bohrkurve zusammen. Das Gestein vor Ort ist härter als Granit und die An- wie Ausfahrstrecke für die Bohrkurve, die bis zu 12 Meter Tiefe erreicht, sind sehr kurz. Die Umsetzung mit den engen Radien erforderte nicht nur die richtige, felsbohrtaugliche Technik sondern auch sehr viel Erfahrung, wie Udo Harer erläuterte. Mit dem Projekt in der Heimatregion feierte Rädlinger Netzbau das einjährige Bestehen des Leistungsbereichs Horizontalbohrtechnik.


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