Sanierung der Gewölbebrücke in Garching an der Alz

Leistungsbeschreibung:

Von der Gewölbebrücke bei Garching an der Alz (zwischen Altötting und Chiemsee) bröckelte das Material: Es gab Abplatzungen und Risse an den Außenkanten der Bögen. Außerdem mussten die Abläufe an der Unterseite der Brücke erneuert werden. Da über die Brücke Eisenbahnschienen führen, lag die Sanierung im Aufgabenbereich der Deutschen Bahn AG (DBAG). Diese beauftragte die  Rädlinger Ingenieurbau GmbH mit der Ausführung der Arbeiten.

Im Zuge der Generalsanierung schlug Rädlinger vor, die stark beschädigten Pfeilerringe an der Ostseite der Brücke zu erneuern und die originalen Pfeilerringe an der Brücken-Westseite wieder herzustellen. Diese waren während einer früheren Sanierung zwar ausgebessert worden, allerdings nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form. Die damals verwendeten Materialien waren außerdem verwittert. Die Lösung forderte die Kreativität des Rädlinger-Teams. Sein technisch konstruktiver Vorschlag unter Verwendung neuester Materialien erfüllte die Auflagen des bayerischen Denkmalschutzes nachhaltig und wahrte trotzdem die Wirtschaftlichkeit. Selbst hergestellte Rundschalungen, der Einbau von Bewehrungen aus Betonstabstahl und die Verwendung verschiedener Spritzbetonarten führten schließlich zum gewünschten Ergebnis. Unterstützt wurde Rädlinger dabei vom Ingenieurbüro Grassl für den Bewehrungsplan. Der Material-Hersteller Sakret brachte sein Fachwissen in Sachen Beton mit ein.

Die Erreichbarkeit der Gewölbebrücke über eine gewichtsbeschränkte Zugangsbrücke und eine Ackerfläche stellte die Rädlinger-Mannschaft vor eine zusätzliche logistische Herausforderung. Zugang zum Sanierungsobjekt erhielt der Bautrupp erst, nachdem er die Zugangsbrücke mit Trägern und Betonplatten verstärkt hatte. Das allein reichte jedoch nicht aus: Über die Ackerfläche wurde eine Baustraße mit Vlies und Frostschutz gebaut.

Die Gewölbebrücke verfügt nun wieder über ihr ursprüngliches Aussehen, dank des optimalen Zusammenspiels von DBAG, Denkmalschutzbehörde, Ingenieurbüro Grassl und Rädlinger.

Technische Daten:

Baustraße:

  • Frostschutzeinbau: 300 t

Gewölbebrücke:

  • Gerüst: 500 m²
  • Spritzbeton: 70 t
  • Beschichtungsmörtel: 1,5 t
  • Strahlmittel: 4,5 t

      Bauzeit: September 2015 bis Mai 2016 (inklusive drei Monate Winterpause)

      Auftraggeber: Deutsche Bahn AG


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