Neubau der A44 zwischen Dasbach und Sommergehau

Der Bau der A44 zwischen Kassel und Herleshausen stellt eine wichtige Verbindung von Hessen nach Thüringen dar. Der Neubau des Teilabschnitts zwischen Dasbach und Sommergehau (zwischen den Ortschaften Bischhausen und Oetmannshausen) beginnt östlich der Anschlussstelle Waldkappel. Er endet nach 2,6 Kilometern am Voreinschnitt des Westportals zum Tunnel Trimberg.

Der Auftrag zur Ausführung von Baufeldfreimachung, Erdbau-, Entwässerungs- und Oberbauleistungen ging an die Leipziger Niederlassung der Josef Rädlinger Bauunternehmen GmbH. Das Leistungsspektrum beinhaltete außerdem die Errichtung von zwei Regenrückhaltebecken, die Verlegung von Fernmeldekabeln sowie Spezialtiefbau. Dieser bestand aus der Herstellung von Bohrpfählen mit einem Regelabstand von vier Metern entlang der gesamten Trasse. Diese Bohrpfähle dienten als Gründungsfundamente eines Fledermausschutzzauns.

Am Voreinschnitt des Trimberg-Tunnels führte Rädlinger vorbereitende Erdbauarbeiten aus. Im Zuge des umfangreichen Bodenabtrags bis zu 32 Metern unter Geländeoberkante entstanden Überschussmassen. Diese brachte die Mannschaft zum Teil in die drei herzustellenden Geländemodellierungsflächen als auch in Dammschüttungen wieder ein. Sie verbaute darin außerdem ein Setzungsmesssystem mit fünf Horizontalinklinometern. Als zusätzliches Schüttgut verwendete Rädlinger Kiessand weiter, der im Rahmen einer benachbarten Baumaßnahme abgebaut worden war.

Beim Asphalteinbau hatte der Auftraggeber spezielle Anforderungen zur Steigerung der Einbauqualität: Die Anlieferung erfolgte mit einer thermoisolierten Transportmulde, bei der alle Seitenflächen inklusive Stirn- und Rückwand gedämmt waren. Ebenso kamen eine thermoisolierte Abdeckeinrichtung auf den Anhängern und eine kalibrierte Temperaturmesseinrichtung (sogenannter Thermoscan) zum Einsatz. Diese ermöglichte es, die Temperaturen des Asphaltmischguts direkt an den vier Eckpunkten der Transportmulde vor Entladungsbeginn in den Straßenfertiger abzulesen.

In dem Baufeld befindet sich zur Überquerung eines Wirtschaftswegs ein Hybrid-Rahmenbauwerk aus Stahlverbund und Stahlbeton. Dieses fertigte und lieferte die Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Die Gesamtlänge beträgt 40 Meter, die lichte Höhe 5,30 Meter.

Technische Daten:

  • Baufeldfreimachung inklusive Oberbodenabtrag: 67.000 m³
  • Lösen und Einbau von Boden/Fels: 750.000 m³
  • Vorbereitender Erdbau für die Strecke der A44 des nachfolgenden Abschnitts: Länge 0,50 km
    • Kernentnahme für Vorschnitt Tunnel Trimberg Westportal: Bodenabtrag bis zu 32 Metern unter Geländeoberkante
  • Herstellung von 3 Geländemodellierungsflächen und Verwallungen aus Massenüberschuss im Bereich der Trasse
  • Bau von 2 Regenrückhaltebecken
  • Einbau von 5 Horizontalinklinometern in den Dammschüttungen
  • Spezialtiefbau: Bohrpfähle zur Gründung des Fledermausschutzzauns beidseitig über die gesamte Strecke
    • Gesamte Zaunlänge: ca. 5.000 m,
    • 1.250 Bohrpfähle, jeder 4 m tief
    • Durchmesser 0,7 m
  • Streckenbauvorleistungen für Fernmeldekabel, Verkehrsbeeinflussung und -erhebung (Verkehrstelematik)
    • verlegte Rohrlänge insgesamt: ca. 22,80 km

Bauzeit: Juli 2015 bis Ende August 2018

Auftraggeber: DEGES, Berlin


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